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Schlagwort: Nachhaltigkeit

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Digi­tal Road­show: Bau­aka­da­mie stellt NEO Logi­stics Impact Report vor

Digi­tal Road­show: Bau­aka­da­mie stellt NEO Logi­stics Impact Report vor

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Die BAUAKADEMIE Unter­neh­mens­gruppe, ein An-Insti­tut der Ber­li­ner Hoch­schule für Tech­nik, stellt in meh­re­ren Online-Ter­mi­nen ihren Markt­be­richt „NEO Logi­stics Impact Report 2025/26“ vor. Im Mit­tel­punkt ste­hen aktu­elle Kosten‑, Ener­gie- und Nach­hal­tig­keits­kenn­zah­len von Logis­tik­im­mo­bi­lien in Deutsch­land, die die For­schen­den erho­ben haben. Für den Markt­be­richt ana­ly­sier­ten sie rund 250 Logis­tik­hal­len mit ins­ge­samt ca. 9 Mio. m² Brutto-Grundfläche.

Ein zen­tra­les Ergeb­nis des Reports sind die ste­tig stei­gen­den Betriebs­kos­ten – zurück­zu­füh­ren ins­be­son­dere auf einen Anstieg in den Aus­ga­ben für Instand­set­zung sowie auf die Ver­si­che­rungs­kos­ten, die in den letz­ten Jah­ren zuge­nom­men haben. Dar­über hin­aus zeigt der Bericht einen hohen Hand­lungs­be­darf hin­sicht­lich klima- und umwelt­scho­nen­der Aus­stat­tung sowie nach­hal­ti­gem Betrieb auf. So erzeu­gen 94 % der Daten­lie­fe­ran­ten ihre Wärme noch mit­tels fos­si­ler Brenn­stoffe. Dar­über hin­aus lie­gen die durch­schnitt­li­chen CO2-Emis­sio­nen der Hal­len noch über den Ziel­wer­ten des CRREM-Pfads (Car­bon Risk Real Estate Moni­tor), der beschreibt, wel­che maxi­ma­len Emis­si­ons­werte Gebäude ein­hal­ten soll­ten, um die Kli­ma­ziele des Pari­ser Abkom­mens zu erreichen.

In der „Digi­tal Road­show“ führt die BAUAKADEMIE durch die Metho­di­ken sowie die Ergeb­nisse des Reports und fasst seine zen­tra­len Aus­sa­gen zusam­men. Die Mee­tings fin­den zu fol­gen­den Ter­mi­nen online statt:

  • Frei­tag, den 12. Juni 2026, 9 bis 10 Uhr
  • Frei­tag, den 26. Juni 2026, 9 bis 10 Uhr
  • Diens­tag, den 7. Juli 2026, 9 bis 10 Uhr

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Trend­ra­dar: Nachhaltigkeits-Reporting

Maß­nah­men zum trans­pa­ren­ten Nach­hal­tig­keits-Report­ing auf Portfolio-Ebene

Foto Trendradar Nachhaltigkeits-Reporting

Autor: Stef­fen Wal­vius – Energy and Sus­taina­bi­lity Lea­der bei Euro­pean Green Logi­stics Space

Die Reform der SFDR-Richt­li­nien der EU („Sus­tainable Finance Dis­clo­sure Regu­la­tion“) könnte end­lich die wah­ren „Green Lea­ders“ aner­ken­nen – sofern wir sie mit einer ehr­li­chen, trans­for­ma­ti­ons­ori­en­tier­ten Bericht­erstat­tung kom­bi­nie­ren. Eine Logis­tik­im­mo­bi­lien-Per­spek­tive auf Port­fo­lio-Optik, Lebens­zy­klus-Emis­sio­nen (Whole-Life Car­bon) und die Report­ing-Lösun­gen, die echte Trans­for­ma­tion belohnen.

Wich­ti­ger Hin­weis: SFDR 2.0 ist noch ein Vor­schlag und muss den EU-Gesetz­ge­bungs­pro­zess durch­lau­fen; Markt­ana­ly­sen deu­ten auf eine mehr­jäh­rige Über­gangs­phase von der Ver­ab­schie­dung bis zur Anwen­dung hin. (Stand: April 2026)

Jah­re­lang schuf das euro­päi­sche Offen­le­gungs­re­gime ein Para­do­xon: Stra­te­gien, die die här­teste Dekar­bo­ni­sie­rungs­ar­beit leis­ten – näm­lich der Erwerb „brau­ner“, nicht kon­for­mer Assets und deren ener­ge­ti­sche Ver­bes­se­rung – hat­ten Schwie­rig­kei­ten, sich als „grün“ zu prä­sen­tie­ren. Der SFDR‑2.0‑Vorschlag der Euro­päi­schen Kom­mis­sion führt nun eine Pro­dukt­ka­te­go­rie für Tran­si­tion ein. Diese ist für Fonds gedacht, die in Ver­mö­gens­werte inves­tie­ren, die noch nicht nach­hal­tig sind, sich aber auf einem glaub­wür­di­gen Pfad befin­den. Falls dies ver­ab­schie­det wird, erhiel­ten trans­for­ma­ti­ons­ori­en­tierte Immo­bi­li­en­stra­te­gien ein kla­re­res Fun­da­ment, und die Ver­wir­rung durch die fak­ti­sche Label-Nut­zung von Arti­kel 8/9 würde reduziert.

Die Illu­sion des Portfolio-Fortschritts

Logis­tik­in­ves­to­ren berich­ten stolz über stei­gende Zer­ti­fi­zie­rungs­quo­ten, LED-Abde­ckung, Pho­to­vol­taik-Kapa­zi­tä­ten und redu­zierte Port­fo­li­o­emis­sio­nen. Dies sind legi­time Kenn­zah­len, doch sie kön­nen die Asset-Rota­tion mas­kie­ren. Oft wer­den emit­tie­rende Gebäude ver­kauft und „grüne“ hin­zu­ge­kauft, anstatt die Effi­zi­enz im tat­säch­li­chen Bestand zu stei­gern. Das Ergeb­nis: Die KPIs ver­bes­sern sich, wäh­rend die sys­tem­wei­ten Emis­sio­nen sta­gnie­ren, da die „brau­nen“ Assets unter ande­ren Eigen­tü­mern im Bestand verbleiben.

Sanie­rung statt Ersatz: Die Auf­gabe in der deut­schen Logistik

Der Gebäu­de­be­stand in der EU und Deutsch­land ist alt und lang­le­big. Etwa 85 % des Bestands wurde vor 2001 gebaut, und ein Groß­teil wird auch 2050 noch ste­hen; die Sanie­rungs­rate bleibt jedoch gering. In der Logis­tik sind rund 61 % der euro­päi­schen Lager­häu­ser älter als zehn Jahre. Das bedeu­tet: Der Logis­tik-Fuß­ab­druck von 2050 ist bereits weit­ge­hend gebaut und benö­tigt eine Trans­for­ma­tion, keine reine Selektion.

Whole-Life Car­bon: Warum „Neu“ nicht immer „Grü­ner“ ist

Abriss und Neu­bau ver­ur­sa­chen hohe ver­kör­perte Emis­sio­nen (Embo­died Car­bon). Ein Neu­bau sieht in ope­ra­ti­ven Metri­ken oft sau­be­rer aus, doch die ganz­heit­li­che CO₂-Bilanz ist über Jahre hin­weg schlech­ter als bei einer Sanie­rung. Fach­gre­mien beto­nen, dass der Erhalt von Struk­tu­ren meist die emis­si­ons­är­mere Wahl ist. Um dies sicht­bar zu machen, ist eine expli­zite Lebens­zy­klus-Bericht­erstat­tung (ope­ra­tiv + ver­kör­pert) erforderlich.

Von Kenn­zah­len zu ech­tem Fortschritt

Um ech­ten Wan­del von rein rech­ne­ri­schen Ver­bes­se­run­gen zu unter­schei­den, muss Nach­hal­tig­keits­be­richt­erstat­tung zei­gen, was sich tat­säch­lich im Bestand ver­än­dert. Dazu gehört, echte Ver­bes­se­run­gen bestehen­der Gebäude von Port­fo­lio-Umschich­tun­gen zu unter­schei­den, Fort­schritte auf Gebäu­de­ebene sicht­bar zu machen statt nur agg­re­gierte Kenn­zah­len zu berich­ten und den Kli­ma­nut­zen der Auf­wer­tung bestehen­der Gebäude anzu­er­ken­nen. Wenn Bericht­erstat­tung abbil­det, wie sich Gebäude im Laufe der Zeit von inef­fi­zi­ent zu effi­zi­ent ent­wi­ckeln und nicht nur, wie „grün“ ein Port­fo­lio heute erscheint, wird Trans­for­ma­tion nach­voll­zieh­bar und vergleichbar.

Warum das für Labels und Namen zählt

Die neue SFDR-Kate­go­rie würde es ermög­li­chen, Brown-to-Green-Pro­dukte klar zu kenn­zeich­nen. Gleich­zei­tig for­dern die ESMA-Leit­li­nien, dass Fonds­na­men die tat­säch­li­che Stra­te­gie wider­spie­geln, was ein wich­ti­ges Instru­ment gegen Green­wa­shing ist.

Unsere Anwen­dung bei EGLS

Bei der Euro­pean Green Logi­stics Space (EGLS) suchen wir gezielt nach „gestran­de­ten“ Assets, um diese gemein­sam mit den Mie­tern zu trans­for­mie­ren. Wir mes­sen unse­ren Erfolg am Like-for-Like-Fort­schritt, WLC pro m² und dem EPC-Farb­wech­sel. Wir lau­fen nicht vor pro­ble­ma­ti­schen Gebäu­den davon – wir über­neh­men Ver­ant­wor­tung für sie.

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dialogix 4 Cover

Vierte Aus­gabe des dia­lo­gix Maga­zins erschienen

Vierte Aus­gabe des dia­lo­gix Maga­zins erschienen 

dialogix 4 Cover

Die Initia­tive Logis­tik­im­mo­bi­lien (Logix) ver­öf­fent­lich die vierte Aus­gabe ihres Kom­mu­nal­ma­ga­zins dia­lo­gix. Ihre The­men sind etwa Nach­hal­tig­keit, Inno­va­tion und die ent­spre­chen­den Ent­wick­lun­gen und Trends für die Logis­tik­im­mo­bi­lien. Im Mit­tel­punkt ste­hen die Logix Award Fina­lis­ten und der Gewin­ner Delta Deve­lo­p­ment Ger­many mit sei­nem Pro­jekt, das Levi Strauss & Co. Euro­pean Dis­tri­bu­tion Cen­ter in Dorsten.

Die Pro­jekte fun­gie­ren als Bei­spiele für die Nut­zung von erneu­er­ba­ren Ener­gien und neuen Ener­gie­lö­sun­gen bei Logis­tik­im­mo­bi­lien. Das Maga­zin lie­fert zudem wei­tere Pra­xis- und Fall­bei­spiele, Inter­views und Ein­bli­cke in ver­schie­dene Pro­jekte, wel­che die Trends in den Logis­tik­re­gio­nen Deutsch­lands ver­an­schau­li­chen. Dar­über hin­aus wer­den Leser:innen über Akti­vi­tä­ten der Logix Initia­tive und die bevor­ste­hen­den Events infor­miert, bei denen sie zum per­sön­li­chen Aus­tausch mit Vertreter:innen von Logix ein­ge­la­den sind. 

Die Logix Initia­tive hat das Maga­zin im Herbst 2024 ins Leben geru­fen, um mit ihm kom­mu­nale Ent­schei­dungs­trä­ger über die Vor­züge von Logis­tik­im­mo­bi­lien zu infor­mie­ren und eine Platt­form für den Dia­log zwi­schen ihnen und der Bran­che auf­zu­bauen. Dafür ver­sen­det die Initia­tive das Maga­zin an über 800 Land­räte und Kom­mu­nal­bü­ros in ganz Deutsch­land, außer­dem stellt sie es als digi­ta­len Down­load kos­ten­los auf ihrer Web­site zur Ver­fü­gung. Die nächste Aus­gabe des Maga­zins erscheint vor­aus­sicht­lich im Februar.

Hier gelan­gen Sie zum kos­ten­lo­sen Down­load des dia­lo­gix. Die Print­ver­sion wird an über 800 kom­mu­nale Ent­schei­dungs­trä­ger, Part­ner der Logix Initia­tive und wei­tere Inter­es­sierte versendet.

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Delta Development gewinnt den Logix Award 2025

Logix Award geht an Delta Development

Logix Award geht an Delta Development

Delta Development gewinnt den Logix Award 2025

Das Levi Strauss & Co. Euro­pean Dis­tri­bu­tion Cen­ter des Pro­jekt­ent­wick­lers Delta Deve­lo­p­ment ist der Sie­ger des Logix Award 2025. Die Jury über­zeugte ins­be­son­dere die zukunfts­fä­hige Kom­bi­na­tion aus Kreis­lauf­wirt­schaft und CO2-Neu­tra­li­tät. Die Preis­ver­lei­hung fand am 6. Okto­ber im Rah­men der Expo Real in Mün­chen statt. Für den dies­jäh­ri­gen Wett­be­werb haben die Jury ins­ge­samt 27 Pro­jekte erreicht, ein neuer Rekord an Bewer­bun­gen, die das hohe Inter­esse an der Aus­zeich­nung unterstreichen. 

Die Initia­tive Logis­tik­im­mo­bi­lien (Logix) ver­gibt den Logix Award 2025 an Delta Deve­lo­p­ment für das Levi Strauss & Co. Euro­pean Dis­tri­bu­tion Cen­ter im nord­rhein-west­fä­li­schen Dors­ten. Die Aus­zeich­nung wurde am Abend des 6. Okto­ber, im fei­er­li­chen Rah­men auf der Immo­bi­li­en­fach­messe Expo Real, ver­lie­hen. Mit dem Award zeich­net Logix Immo­bi­li­en­ent­wick­lun­gen aus, die in beson­de­rem Maß den Ansprü­chen von Kom­mu­nen, Nut­zern und Inves­to­ren gerecht wer­den. Zudem wird berück­sich­tigt, wie die Pro­jekte städ­te­bau­li­che, öko­lo­gi­sche und soziale Aspekte inte­grie­ren. Von ins­ge­samt 27 Pro­jek­ten, die die Exper­ten­jury in 2025 erreicht haben, wur­den in einem ins­ge­samt drei­stu­fi­gen Bewer­bungs­ver­fah­ren sechs Fina­lis­ten nominiert.

Cradle-to-Cradle und Kli­ma­neu­tra­li­tät ausschlaggebend

Das Gewin­ner­pro­jekt ist die deutsch­land­weit erste Logis­tik­im­mo­bi­li­en­ent­wick­lung, die nach der Cradle-to-Cradle-Phi­lo­so­phie ent­stand. Hierzu wur­den u. a. Bau­stoffe und Mate­ria­lien, die im Zuge von Rück­bau­ar­bei­ten gewon­nen wur­den, wie­der­ver­wen­det.  Durch die Ver­mei­dung von CO₂-Emis­sion wäh­rend des Baus und im Betrieb stellt Delta Deve­lo­p­ment eine posi­tive Treib­haus­gas-Gesamt­bi­lanz über den gesam­ten Lebens­zy­klus der Immo­bi­lie sicher.  Die Bewer­tung erfolgte durch eine Lebens­zy­klus­ana­lyse (LCA) und wurde jüngst durch das inter­na­tio­nale For­schungs- und Bera­tungs­in­sti­tut EPEA bestä­tigt.  Die nach LEED-Pla­tin zer­ti­fi­zierte Immo­bi­lie umfasst eine Gebäu­de­flä­che von rund 73.000 m2 und wurde im Okto­ber 2023 fertiggestellt.

Eine Schlüs­sel­rolle für die Kli­ma­neu­tra­li­tät der Immo­bi­lie ist die Imple­men­tie­rung und Nut­zung von Geo­ther­mie und Pho­to­vol­taik (PV) zur Bereit­stel­lung der Energie‑, Wärme- und Käl­te­ver­sor­gung aus fos­sil­freien Quel­len. Dazu zäh­len eine PV-Anlage mit einer Leis­tung von 3,45 MWp in mit einem 1‑MW-Bat­te­rie­spei­cher, die in die­ser Kom­bi­na­tion eben­falls Neu­land in der Logis­tik­im­mo­bi­li­en­bran­che sind. Hinzu kom­men nach WELL-Pla­ti­num gestal­tete Arbeits­plätze unter Berück­sich­ti­gung der sozia­len Nach­hal­tig­keit sowie eine archi­tek­to­nisch attrak­tive Gestal­tung der Gebäudeaußenfläche. 

„Die Aus­zeich­nung für unser Dis­tri­bu­ti­ons­zen­trum für Levi’s freut uns sehr und ist eine große Ehre für das gesamte Team bei Delta Deve­lo­p­ment. Mit der Immo­bi­lie haben wir uns zum Ziel gesetzt, Neu­land im Bereich einer zukunfts­fä­hi­gen Pro­jekt­ent­wick­lung im Logis­tik­im­mo­bi­li­en­seg­ment zu betre­ten, mit Fokus auf die Wie­der­ver­wen­dung aller Bau­stoffe und einer kli­ma­neu­tra­len Ent­wick­lung. Wir bedan­ken uns bei der Jury, dass sie die­ses Enga­ge­ment mit dem Logix Award 2025 gewür­digt hat“, sagt Edwin Mei­jer­ink, CEO bei Delta Deve­lo­p­ment Ger­many.

Fina­lis­ten­feld: Hohe Maß­stäbe bei Klima- und Umweltschutz 

Trotz der her­aus­ra­gen­den Rolle des Gewin­ner­pro­jekts stan­den die Pro­jekte aller Fina­lis­ten im dies­jäh­ri­gen Wett­be­werb im Zei­chen von Klima- und Umwelt­schutz. Im Fokus stan­den eine res­sour­cen­scho­nende Bau­weise sowie die Ver­wen­dung fos­sil­freier Ener­gie­quel­len für eine CO2-neu­trale Strom- und Wär­me­ver­sor­gung. Auch der Aspekt der sozia­len Nach­hal­tig­keit wurde bei der Arbeits­platz­ge­stal­tung sowohl auf den Logis­tik- als auch den Büro­flä­chen bedacht. Zudem wurde dem Schutz der Bio­di­ver­si­tät Rech­nung getragen.

Die Fina­lis­ten-Pro­jekte waren:    

  • Frasers Pro­perty Indus­trial, The Tube, Düs­sel­dorf: Mit dem Pro­jekt setzte Frasers als ers­tes Unter­neh­men eine Revi­ta­li­sie­rung mit DGNB Gold-zer­ti­fi­zier­tem Rück­bau der Bestands­ge­bäude um. Hier lag der Schwer­punkt ins­be­son­dere auf dem loka­len Recy­cling von ca. 70.000 to Abbruch­ma­te­rial sowie 12.500 to Roh­ma­te­rial und den dadurch ver­mie­de­nen 6.000 LKW-Trans­por­ten. Der Neu­bau mit rund 77.000 m2 Gebäu­de­flä­che ent­stand nach hohen Nach­hal­tig­keits­stan­dards. Dazu zäh­len eine PV-Anlage mit einer Leis­tung von 6,7 MWp inklu­sive optio­na­lem Bat­te­rie­spei­cher für eine fos­sil­freie Ener­gie­ver­sor­gung sowie dem Ziel eines CO2-neu­tra­len Betriebs der Immo­bi­lie. Die neuen Flä­chen sind nach DGNB-Pla­tin zer­ti­fi­ziert.  
  • Group7, Dienst­leis­tungs­zen­trum und Büro­ge­bäude am Münch­ner Flug­ha­fen, Ober­ding: Das Objekt mit einer Gebäu­de­flä­che von rund 64.000 m2 ver­folgt den Ansatz eines ganz­heit­li­chen Lebens­zy­klus. Hierzu zäh­len u.a. eine effi­zi­ente und kli­ma­freund­li­che Ener­gie­ver­sor­gung. Die Auf­dach-PV-Anlage der nach DGNB-Gold zer­ti­fi­zier­ten Immo­bi­lie ver­fügt über eine Leis­tung von 3 MWp, hinzu kom­men Vor­rüs­tun­gen für einen Strom­spei­cher, mit dem eine voll­stän­dige Ener­gie­aut­ar­kie erreicht wer­den soll. Das Gründach sorgt nicht nur für eine natür­li­che Däm­mung, son­dern spart auch CO2 ein.  
  • Pan­at­toni, Inter­na­tio­nal Con­so­li­da­tion Cen­ter ICC, Bischweier, Nut­zer Mer­ce­des-Benz, betrie­ben von Sei­fert Logi­stics: Mit der Revi­ta­li­sie­rung des ehe­ma­li­gen Kro­no­span-Span­plat­ten­werks wurde eines der größ­ten Brown­field-Pro­jekte Süd­deutsch­lands in 2025 fer­tig­ge­stellt. Bei der neuen, mit DGNB-Pla­tin aus­ge­zeich­ne­ten, Immo­bi­lie wur­den 140.000 m3 Recy­cling­ma­te­rial aus dem Rück­bau wie­der­ver­wen­det, eine PV-Anlage mit einer Leis­tung von 9 MWp auf rund 80.000 m2 Dach­flä­che ein­ge­plant sowie Luft-Wärme-Pum­pen für ein fos­sil­freies Ener­gie- und Heiz­sys­tem instal­liert. Eine 40.000 m2 exten­sive Dach­be­grü­nung sowie Fas­sa­den­be­grü­nung tra­gen zur Redu­zie­rung von Treib­haus­gas­emis­sio­nen bei.  
  • Ver­dion, Pre­mier­Park, Lud­wigs­felde: Mit dem Pro­jekt ent­stand auf einem ehe­ma­li­gen Indus­trie­areal ein moder­ner, nach DGNB-Pla­tin zer­ti­fi­zier­ter Logis­tik­stand­ort mit knapp 65.000 m² Gebäu­de­flä­che. Her­aus­ra­gende Aspekte sind ein opti­mier­tes Ver­kehrs­kon­zept mit inte­grier­tem Park­haus, das zur Reduk­tion der Flä­chen­ver­sie­ge­lung bei­trägt und die Effi­zi­enz der Flä­chen­nut­zung erhöht. Eine PV-Anlage mit 5,1 MWp Leis­tung, 50 Lade­punkte für Pkw und 160 über­dachte Fahr­rad­stell­plätze mit Lade­mög­lich­kei­ten für E‑Bikes bil­den zudem die Basis für eine fos­sil­freie Ener­gie­ver­sor­gung und Mobi­li­tät. Auch der Umwelt- und Arten­schutz wur­den berück­sich­tigt.  
  • Weleda, Weleda Cradle Cam­pus, Schwä­bisch Gmünd: Das neue nach DGNB-Pla­tin zer­ti­fi­zierte Zen­tral­la­ger der Weleda AG bün­delt auf rund 14.000 m² Gebäu­de­flä­che die Ver­triebs­lo­gis­tik für natio­nale und inter­na­tio­nale Märkte. Herz­stück des Stand­orts ist ein Hoch­re­gal­la­ger für 17.160 Voll­pa­let­ten. Es besteht aus einer Hybrid­kon­struk­tion aus Beton, Holz und Stampf­lehm. Das vier­ge­schos­sige Funk­ti­ons­ge­bäude ver­eint logis­ti­sche Pro­zesse vom Waren­ein­gang bis zum Ver­sand; seine Fas­sade sowie das vierte Geschoss bestehen eben­falls aus Holz. Auch das Ver­wal­tungs­ge­bäude folgt die­sem Ansatz: In Holz­stän­der­bau­weise errich­tet, bie­tet es Raum für Admi­nis­tra­tion und Sozi­al­flä­chen. Neben dem Ein­satz natür­li­cher Bau­stoffe tra­gen auch Geo­ther­mie und PV-Flä­chen auf allen Gebäu­de­dä­chern zur Reduk­tion des öko­lo­gi­schen Fuß­ab­drucks bei. 

 
„Der Wett­be­werb in die­sem Jahr stand ganz im Zei­chen effek­ti­ver sowie inno­va­ti­ver Maß­nah­men, um Logis­tik­im­mo­bi­lien in puncto Nach­hal­tig­keit fit für die Zukunft zu machen. Das Gewin­ner­pro­jekt macht ein­drucks­voll deut­lich, wel­che Maß­nah­men schon heute mög­lich sind, um CO2-Emis­sio­nen nicht nur zu redu­zie­ren, son­dern auf Null zu brin­gen. In Ver­bin­dung mit dem Prin­zip Cradle-to-Cradle ist das Levi Strauss & Co. Euro­pean Dis­tri­bu­tion Cen­ter sei­ner Zeit weit vor­aus und kann damit als Leucht­turm für Logis­tik­im­mo­bi­lien bezeich­net wer­den“, sagt Prof. Dr. Chris­tian Kille, Jury-Vor­sit­zen­der des Logix Award, Pro­fes­sor für Han­dels­lo­gis­tik an der Tech­ni­schen Hoch­schule Würz­burg-Schwein­furt (THWS).

„Für den Mut und den Pio­nier­geist gebührt Delta Deve­lo­p­ment Respekt und Aner­ken­nung. Die Wür­di­gung des Sie­ger­pro­jekts für seine her­aus­ra­gen­den Maß­nah­men bei einem nach­hal­ti­gen Umgang mit Res­sour­cen sowie einer CO2-neu­tra­len Gebäu­de­ent­wick­lung zeigt, dass die Logis­tik­im­mo­bi­li­en­welt in puncto Kli­ma­schutz auf einem sehr guten Weg ist und die stei­gen­den Anfor­de­run­gen durch Wirt­schaft, Poli­tik und Gesell­schaft ver­in­ner­licht hat. Unser beson­de­rer Dank gilt der Jury für die inten­sive Aus­ein­an­der­set­zung mit allen Pro­jek­ten“, kom­men­tiert Dr. Malte-Maria Mün­chow, Spre­cher der Initia­tive Logis­tik­im­mo­bi­lien (Logix), Head of Logi­stics Stra­tegy, Deka Immo­bi­lien Invest­ment 

In 2025 fand das Bewer­bungs­ver­fah­ren erst­ma­lig in einem drei­stu­fi­gen Pro­zess statt, bei dem zunächst anhand eines fest­ste­hen­den Kri­te­ri­en­ka­ta­logs eine Short­list erstellt wurde. In einer Online-Sit­zung wählte die zehn­köp­fige Exper­ten­jury dar­aus die Fina­lis­ten-Pro­jekte für den wei­te­ren Wett­be­werb aus. Diese hat­ten die Mög­lich­keit, in einem Pitch der Jury ihre Pro­jekte vor Ort vor­zu­stel­len. 

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Der Industriepark Grimma von Hines

Pres­se­mit­tei­lung: Logix ver­gibt erst­mals ESG-Label für Logistikimmobilien

Pres­se­mit­tei­lung: Logix ver­gibt erst­mals ESG-Label für Logistikimmobilien

Der Industriepark Grimma von Hines

  • Label bestä­tigt Errich­tung auf Basis des Logix ESG-Leitfadens 
  • Prü­fung und Bewer­tung wer­den von Drees & Som­mer und List Eco umgesetzt
  • Label wird erst­ma­lig auf der Expo Real an Immo­bi­lie von Hines vergeben

Logis­tik­im­mo­bi­li­en­ent­wick­ler und Eigen­tü­mer kön­nen ab sofort ihre Neu­bau­ten auf ESG-Kon­for­mi­tät gemäß des Logix ESG-Leit­fa­dens prü­fen las­sen. Die Initia­tive Logis­tik­im­mo­bi­lien (Logix) ver­gibt dafür ein neu geschaf­fe­nes Label, das die Erfül­lung der Kri­te­rien bestä­tigt. Die Kri­te­rien dafür stam­men aus der Publi­ka­tion „ESG in Logis­tik­im­mo­bi­lien – Leit­fa­den und Emp­feh­lung“, die die Initia­tive 2024 mit Bran­chen-Exper­tin­nen und ‑Exper­ten erar­bei­tet und her­aus­ge­ge­ben hat. Mit Hilfe des Labels kön­nen Bau­herrn künf­tig gegen­über Inves­to­ren, Mie­tern und der Öffent­lich­keit trans­pa­rent nach­wei­sen, dass ihre Pro­jekte zen­trale ESG-Anfor­de­run­gen erfül­len. Die Prü­fung und Bewer­tung der Immo­bi­lien wird von dem Bera­tungs­un­ter­neh­men Drees & Som­mer sowie dem Nach­hal­tig­keits­be­ra­ter List Eco durchgeführt.

Ver­gabe nach Logix ESG-Leitfaden

Um die Vor­ga­ben des ESG-Leit­fa­dens und den Grad der Erfül­lung über­prü­fen zu kön­nen, erstell­ten Drees & Som­mer und List Eco eine Bewer­tungs­ma­trix für Logis­tik­neu­bau­ten. Diese umfasst Kri­te­rien aus den Fel­dern „Envi­ron­ment“ (E), „Social“ (S) und „Gover­nance“ (G), insbesondere:

  • Envi­ron­ment
    • Betrach­tung des gesam­ten Lebens­zy­klus von Gebäuden
    • Ein­satz ener­gie­ef­fi­zi­en­ter Tech­no­lo­gien und erneu­er­ba­rer Energien
    • Nach­hal­ti­ges Was­ser­ma­nage­ment und Redu­zie­rung des Wasserverbrauchs
    • För­de­rung der bio­lo­gi­schen Viel­falt durch grüne Dächer und Fassaden
  • Social
    • Schaf­fung eines gesun­den und siche­ren Arbeitsumfelds
    • Ein­bin­dung der loka­len Gemein­schaft und För­de­rung der Akzeptanz
    • Archi­tek­to­ni­sche Gestal­tung anspre­chen­der und funk­tio­na­ler Gebäude
  • Gover­nance
    • Ein­hal­tung von ethi­schen Stan­dards und Unternehmenswerten

Der ESG-Leit­fa­den unter­schei­det zwi­schen Maß­nah­men mit nied­ri­gem, mitt­le­rem und hohem Impact, was in den Kri­te­ri­en­ka­ta­log über­tra­gen wurde. Zur Ver­gabe des Labels an eine Immo­bi­lie muss diese sowohl min­des­tens 80 % aller Kri­te­rien als auch min­des­tens 50 % der High-Impact-Kri­te­rien erfül­len. Dabei ist der Pro­zess durch eine dop­pelte Prü­fung fach­lich gesi­chert: Zunächst führt ein „ESG Label Coll­ec­tor“ die inhalt­li­che Erfas­sung und Bewer­tung durch, im Anschluss über­prüft und bestä­tigt ein „ESG Label Appro­ver“ die Ergeb­nisse unab­hän­gig. Die Prü­fun­gen wer­den in wech­seln­den Rol­len von Drees & Som­mer und List Eco durchgeführt.

„In der Kon­zep­tion des Labels war es uns beson­ders wich­tig, eine neu­trale und ver­läss­li­che Metho­dik zu erar­bei­ten. Mit der dop­pel­ten Prü­fung durch Coll­ec­tor und Appro­ver gewähr­leis­ten wir genau das. Wir freuen uns, Teil die­ses span­nen­den Pro­jekts zu sein, und dan­ken allen Part­nern für die ange­nehme Zusam­men­ar­beit“, so Pas­cal Met­schel, Senior Pro­jekt­lei­ter bei Drees & Som­mer und Mit­glied des Bei­rats der Initia­tive Logis­tik­im­mo­bi­lien.

„Als Platt­form, die die gesamte Logis­tik­im­mo­bi­li­en­bran­che ver­netzt, ist Logix auf ein­zig­ar­tige Art und Weise für Pro­jekte wie das ESG-Label geeig­net. Mit ihm kön­nen wir unsere Nach­hal­tig­keits­exper­tise demons­trie­ren und gleich­zei­tig der Bran­che etwas Gutes tun. Auch wir bedan­ken uns bei allen Betei­lig­ten für die ange­nehme und part­ner­schaft­li­che Koope­ra­tion“, so Jan­nick Höper, geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter bei List Eco.

Erste Ver­gabe an Hines auf der Expo Real

Als ers­tes Pro­jekt erhält der „Indus­trie­park Grimma“ des Pro­jekt­ent­wick­lers Hines das ESG-Label. Hines hatte eine Prü­fung und Bestä­ti­gung der ESG-Leit­fa­den-kon­for­men Errich­tung ihrer Immo­bi­lie bei der Logix Initia­tive ange­regt und damit die Ver­gabe des Labels initi­iert. Die Immo­bi­lie umfasst drei Hal­len mit einer Gesamt­nutz­flä­che von ca. 114.600 m² auf einem rund 284.100 m² gro­ßen Grund­stück, ihre Fer­tig­stel­lung ist für den Herbst die­ses Jah­res geplant. Ein spe­zia­li­sier­tes Team von Drees & Som­mer unter­stützte Hines bei dem nach­hal­ti­gen Bau des Parks, der unter ande­rem anhand des Logix ESG-Leit­fa­dens kon­zi­piert wurde.

Gemäß des aktu­el­len Pla­nungs­stands erreicht das Pro­jekt einen Gesamt­erfül­lungs­grad der ESG-Label-Kri­te­rien von 90 %. Die Über­gabe des Labels fin­det auf der Immo­bi­li­en­messe Expo Real 2025 in Mün­chen statt

„Logix steht seit sei­ner Grün­dung dafür, die Logis­tik­im­mo­bi­li­en­bran­che zu ver­net­zen, zu för­dern und Stan­dards zu defi­nie­ren. Mit dem ESG-Leit­fa­den haben wir bereits ein ein­heit­li­ches Bran­chen-Voka­bu­lar für Nach­hal­tig­keits­maß­nah­men geschaf­fen. Das neue ESG-Label ist nun der kon­se­quente nächste Schritt: Es bie­tet Ent­wick­lern die Mög­lich­keit, ihre Nach­hal­tig­keits­leis­tung trans­pa­rent zu bele­gen, gibt Nut­zern und Inves­to­ren eine klare Ori­en­tie­rung und stärkt zugleich die gesamte Bran­che, indem es ihre nach­hal­tige Aus­rich­tung nach außen sicht­bar macht“, so Fran­cisco Bähr, Grün­dungs- und Vor­stands­mit­glied der Logix Initia­tive und ESG-Pro­jekt­lei­ter.

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Hafentrendradar: Übersicht

Trend­ra­dar: Trend­um­frage mit Häfen und Terminalbetreibern

Wohin steu­ert Euro­pas Hafen­in­fra­struk­tur? Eine Trendumfrage.

Hafentrendradar: Übersicht

Die Zukunft von Deutsch­lands Hafen- und Ter­mi­nal­stand­or­ten steht im Fokus einer Umfrage, die Drees & Som­mer in Zusam­men­ar­beit mit der Duis­bur­ger Hafen AG (dui­sport) und der Initia­tive Logis­tik­im­mo­bi­lien (Logix) durch­führte. Die Erhe­bung fand als Online-Umfrage mit Ver­tre­tern von Häfen und Ter­mi­nal­be­trei­bern aus ganz Deutsch­land statt. Mit ihr wur­den zum einen die aktu­el­len Trend­the­men der Bran­che erho­ben, zum ande­ren konn­ten die Teil­neh­men­den für ver­schie­dene The­men­fel­der ange­ben, in wel­chem Zeit­raum sie in ihnen jeweils Hand­lungs­be­darf sehen. So ergibt sich ein Über­blick der kom­men­den Ent­wick­lun­gen und Her­aus­for­de­run­gen der Branche.

Eine dif­fe­ren­zierte Übersicht

Die Umfrage zeigt, dass es kein los­ge­lös­tes Trend­thema gibt. Viel­mehr ist es das Zusam­men­spiel von Infra­struk­tur, Digi­ta­li­sie­rung, Nach­hal­tig­keit und Flä­chen­ent­wick­lung, das die Agenda bestimmt. Auf­fäl­lig ist, dass Häfen eher kurz­fris­tige Her­aus­for­de­run­gen beto­nen, wäh­rend Ter­mi­nal­be­trei­ber lang­fris­ti­ger in die Zukunft bli­cken. Dies zeigt sich ins­be­son­dere in der zeit­li­chen Ein­ord­nung wich­ti­ger Aspekte wie der Bereit­stel­lung von Strom, Medien und Lade­infra­struk­tur. Ter­mi­nal­be­trei­ber pla­nen hier mit einem Hori­zont von 3,8 Jah­ren, Häfen hin­ge­gen nur mit 1,83 Jah­ren. Auch bei der Ent­wick­lung des E‑Commerce, inter­na­tio­na­len Alli­an­zen und der stra­te­gi­schen Sup­ply Chain zei­gen sich ähn­li­che Dis­kre­pan­zen. Ter­mi­nal­neu­bau­ten wer­den von Ter­mi­nal­be­trei­bern mit durch­schnitt­lich 7,2 Jah­ren in deut­lich fer­ne­rer Zukunft gese­hen als von Häfen (3,08 Jahre).

  • Hafentrendradar Diagramm: Bedeutungseinschätzung der verschiedenen Faktoren

  • Hafentrendradar Diagramm: Zeiteinschätzung der verschiedenen Faktoren

Aus­blick: Hand­lungs­fel­der für die Branche

Die Ergeb­nisse der Umfrage las­sen sich in vier Hand­lungs­fel­der ein­ord­nen, die die Hafen- und Ter­mi­nal­bran­che der­zeit prägen.

  1. Infra­struk­tur erhal­ten und moder­ni­sie­ren
    Die phy­si­sche Infra­struk­tur ist von ent­schei­den­der Bedeu­tung: Der Sicher­stel­lung der Schiff­bar­keit erhält von den Teil­neh­men­den im Durch­schnitt eine Rele­vanz­be­wer­tung von 8,65 (auf einer Skala von 0 bis 10). Auch die Erneue­rung bestehen­der Infra­struk­tur steht hoch im Kurs, ins­be­son­dere Ter­mi­nal­be­trei­ber geben hier mit einer Bewer­tung von 9 ein deut­li­ches Signal. Pro­jekte zur Instand­hal­tung und Ertüch­ti­gung müs­sen dem­nach nicht nur schnel­ler, son­dern auch zukunfts­ori­en­tier­ter geplant werden. 
  2. Nach­hal­tig­keit stär­ken
    Neben der tech­ni­schen Infra­struk­tur gewin­nen öko­lo­gi­sche Anfor­de­run­gen rasant an Gewicht. Die Reduk­tion von Emis­sio­nen im Hafen­be­trieb und der Bedarf an land­sei­ti­ger Lade­infra­struk­tur für alter­na­tive Antriebe neh­men zu. Ebenso wich­tig ist der bewusste Umgang mit Flä­chen. So wird Flä­chen­er­wei­te­rung, ‑umwand­lung und ‑manage­ment vor allem von Hafen­ver­tre­tern eine hohe Bedeu­tung zuge­schrie­ben. Die Her­aus­for­de­rung besteht darin, knappe Hafen­flä­chen intel­li­gent zu nut­zen und dabei öko­lo­gi­sche Stan­dards zu erfüllen. 
  3. Digi­ta­li­sie­rung nut­zen
    Digi­tale Zwil­linge, auto­ma­ti­sierte Pro­zesse und KI-gestützte Rou­ten­pla­nung sind essen­zi­elle Werk­zeuge zur Effi­zi­enz­stei­ge­rung. Sie ermög­li­chen vor­aus­schau­ende War­tung, mini­mie­ren Stand­zei­ten und erhö­hen die Sicher­heit des Schiffs­ver­kehrs. Die Trend­um­frage unter­streicht, dass die Bereit­schaft zur Inves­ti­tion in digi­tale Lösun­gen steigt, gleich­zei­tig fehlt es vie­ler­orts noch an struk­tu­rier­ten Ansät­zen zur Inte­gra­tion die­ser Technologien. 
  4. Wan­del der Waren­ströme
    Neue Waren­ströme trans­for­mie­ren der­zeit die Hafen­lo­gis­tik. Der Rück­gang fos­si­ler Brenn­stoffe wird flan­kiert von einem star­ken Anstieg von Recy­cling­ma­te­ria­lien. Metall­schrott, Kunst­stoffe und bio­gene Rest­stoffe gewin­nen an Bedeu­tung, und damit die Not­wen­dig­keit, Häfen ent­spre­chend umzu­rüs­ten. Pro­jekte wie LOOP-Ports zei­gen, wie Kreis­lauf­wirt­schaft auf Hafen­ni­veau funk­tio­niert. Inno­va­tive Kon­zepte sind gefragt, um Infra­struk­tu­ren und Lager­flä­chen für neue Stoff­ströme auszulegen. 

Zukunft gestal­ten – mit Weit­sicht und Förderung

Die Ana­lyse der Umfra­ge­er­geb­nisse mün­det in eine klare Erkennt­nis: Die Her­aus­for­de­run­gen sind kom­plex, die Mög­lich­kei­ten zur stra­te­gi­schen Neu­aus­rich­tung jedoch ebenso. Das für die Erneue­rung der deut­schen Infra­struk­tur geplante Son­der­ver­mö­gen von 500 Mrd. € könnte dabei eine Schlüs­sel­rolle spie­len. Es böte Hafen- und Ter­mi­nal­be­trei­bern eine ein­ma­lige Chance, die Trans­for­ma­tion nicht nur mit­zu­ge­hen, son­dern aktiv mitzugestalten.


Co-Autoren: Tho­ralf Krause, Glo­bal Head of Logi­stics bei Drees & Som­mer SE, und Dr. San­dra Stroh­bü­cker, Pro­ku­ris­tin und Lei­te­rin Immobilienmanagement/Infrastruktur der Duis­bur­ger Hafen AG (dui­sport), mit tech­ni­schem Sup­port von Selina Köh­ler (Drees & Som­mer SE).

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ESG in Logistics Real Estate

Neue Ver­öf­fent­li­chung: „ESG in Logi­stics Real Estate – Prac­ti­cal Guide & Recommendations“

Neue Ver­öf­fent­li­chung: „ESG in Logi­stics Real Estate – Prac­ti­cal Guide & Recommendations“

ESG in Logistics Real Estate

Die Logix Initia­tive freut sich, die Ver­öf­fent­li­chung der eng­li­schen Ver­sion unse­rer erfolg­rei­chen Publi­ka­tion „ESG in Logis­tik­im­mo­bi­lien – Leit­fa­den und Emp­feh­lung“ bekannt zu geben. Diese Aus­gabe trägt den Titel „ESG in Logi­stics Real Estate – Prac­ti­cal Guide & Recom­men­da­ti­ons“ und ist ab sofort digi­tal verfügbar.

Ein umfas­sen­der Leit­fa­den für Nach­hal­tig­keit in der Logistikimmobilienbranche

Nach­hal­tig­keit ist längst zen­tra­les Thema in der Immo­bi­li­en­bran­che. Logis­tik­im­mo­bi­lien bil­den dabei keine Aus­nahme. Mit über 150 detail­lier­ten Nach­hal­tig­keits­kri­te­rien und ‑maß­nah­men bie­tet der aktu­elle Logix Leit­fa­den eine wert­volle Res­source für alle Akteure der Logis­tik­im­mo­bi­li­en­bran­che. Die Maß­nah­men und Kri­te­rien sind sowohl für Neu­bau­ten als auch für Bestands­ge­bäude aus­ge­ar­bei­tet, was den Leit­fa­den zu einem hilf­rei­chen Werk­zeug für eine brei­tere Anwen­dung macht.

Ein gemein­sa­mes „ESG-Voka­bu­lar“ schaffen

Eines der Haupt­ziele der Publi­ka­tion ist es, ein gemein­sa­mes „ESG-Voka­bu­lar“ zu eta­blie­ren. Dass klare und ein­heit­li­che Kri­te­rien und Maß­nah­men vor­ge­stellt wer­den, för­dert ein bes­se­res gemein­sa­mes Ver­ständ­nis und eine effek­ti­vere Kom­mu­ni­ka­tion zwi­schen den Akteu­ren und der Bran­che. Ein ent­schei­den­der Schritt, um nach­hal­tige Prak­ti­ken umfas­send zu inte­grie­ren und die ESG-Stan­dards in der Logis­tik­im­mo­bi­li­en­bran­che wei­ter voranzutreiben.

Was ent­hält der Leitfaden?

  • Über 150 Nach­hal­tig­keits­kri­te­rien und ‑maß­nah­men: Detail­liert aus­ge­ar­bei­tet für unter­schied­li­che Pha­sen und Arten von Logistikimmobilienprojekten.
  • Emp­feh­lun­gen für Neu­bau­ten und Bestands­ge­bäude: Berück­sich­ti­gung spe­zi­fi­scher Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen in bei­den Bereichen.
  • Pra­xis­nahe Ansätze und Bei­spiele: Unter­stüt­zung bei der Umset­zung von Nach­hal­tig­keits­stra­te­gien im Tagesgeschäft.
  • Richt­li­nien für ein­heit­li­che ESG-Stan­dards: För­de­rung der Zusam­men­ar­beit und Ver­stän­di­gung in der Branche.

Kos­ten­lo­ser Down­load der eng­li­schen Version

Die eng­li­sche Ver­sion „ESG in Logi­stics Real Estate – Prac­ti­cal Guide & Recom­men­da­ti­ons” ist ab sofort exklu­siv als PDF zum kos­ten­lo­sen Down­load ver­füg­bar. Sie kön­nen die Datei direkt über unsere Web­site her­un­ter­la­den und so jeder­zeit dar­auf zugrei­fen. Die eng­li­sche Aus­gabe unse­res Leit­fa­dens wird aus­schließ­lich in digi­ta­ler Form angeboten.

www.logix-award.de/forschung

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Logix Leitfaden

Logix Initia­tive defi­niert ESG-Stan­dards für Logistikimmobilien

Neue Logix-Ver­öf­fent­li­chung

Logix Initia­tive defi­niert ESG-Stan­dards für Logistikimmobilien

28. Feb. 2024

Logix Leitfaden Cover

Die Initia­tive Logis­tik­im­mo­bi­lien (Logix) hat einen ESG-Leit­fa­den für Logis­tik­im­mo­bi­lien ver­öf­fent­licht. Aus­gangs­lage des Pro­jekts ist die Beob­ach­tung der stei­gen­den Rele­vanz von ESG. Ins­be­son­dere finan­zie­rungs­sei­tig nimmt der Druck auf den Markt deut­lich zu, wäh­rend es wei­ter­hin an ein­heit­li­chen und ver­bind­li­chen Vor­stel­lun­gen dazu fehlt, was E, S und G kon­kret für die Logis­tik­im­mo­bi­lien-Bran­che bedeu­tet. Allein schon mit Blick auf die Inves­to­ren­seite war es daher not­wen­dig, einen fes­ten Kanon an Maß­nah­men ein­schließ­lich Bewer­tungs­mög­lich­kei­ten zu defi­nie­ren und der Bran­che damit einen Ori­en­tie­rungs- und Anlauf­punkt anzubieten.

Ansatz für ein­heit­li­che Nachhaltigkeitsstandards

Ziel der Publi­ka­tion ist, einen ers­ten, gemein­schaft­lich durch die Bran­che getra­ge­nen Stan­dard für nach­hal­tige Logis­tik­im­mo­bi­lien zu schaf­fen. Um hier­für alle wich­ti­gen Per­spek­ti­ven ein­zu­be­zie­hen, hatte Logix im Rah­men von drei Work­shops im Som­mer 2023 ein Teil­neh­mer­feld aus ver­schie­de­nen Stake­hol­der­grup­pen ein­ge­la­den, dar­un­ter Ban­ken, Inves­to­ren, Pla­ner und Archi­tek­ten, Pro­jekt­ent­wick­ler, Bau­fir­men, Faci­lity Mana­ger, Zer­ti­fi­zie­rer und Gut­ach­ter sowie Nutzer.

Das Ergeb­nis der Work­shops wird in der Publi­ka­tion „ESG in Logis­tik­im­mo­bi­lien – Leit­fa­den und Emp­feh­lung“ zusam­men­ge­fasst. Im Rah­men von über 200 Erläu­te­run­gen defi­niert der Leit­fa­den Maß­nah­men für den Neu­bau und den Bestand. Er gibt damit eine erste Über­sicht zur The­ma­tik und unter­schei­det bei der Rele­vanz zwi­schen Maß­nah­men mit hohem, mitt­le­ren und nied­ri­gem ESG-Impact. Die Publi­ka­tion ver­weist zudem auf einen online ver­füg­ba­ren Teil mit einer stets aktua­li­sier­ten Liste von Prei­sen für die ein­zel­nen Maß­nah­men. Die Kos­ten wer­den dabei auf Grund­lage einer 10.000 m² gro­ßen Stan­dard-Logis­tik­halle mit Grund­stück ermit­telt und als Mehr­kos­ten­auf­wand für die ein­zel­nen Maß­nah­men ausgewiesen.

„Alle reden über ESG, mei­nen aber oft­mals nicht das­selbe“, erklärt Fran­cisco J. Bähr, Pro­jekt­lei­ter des Leit­fa­dens und Vor­stands­mit­glied der Initia­tive Logis­tik­im­mo­bi­lien. „Es galt daher erst­mals fest­zu­hal­ten, was als Stan­dard­maß­nah­men in den Berei­chen Envi­ron­men­tal, Social und Gover­nance ange­se­hen wer­den kann. Die­ses Ziel haben wir mit unse­rem Leit­fa­den für Neu­bau­ten und Bestands­ge­bäude erreicht.“

Betei­li­gung nam­haf­ter Branchenteilnehmer

Der Leit­fa­den ent­stand unter der Betei­li­gung der fol­gen­den Unter­neh­men: Bay­ern LB, Deka Immo­bi­lien Invest­ment, DFI Real Estate Manage­ment, Fiege Logis­tik Stif­tung, FOUR Parx, Frasers Pro­perty Indus­trial, Garbe Indus­trial Real Estate, Gold­beck Inter­na­tio­nal, Kru­schina Pla­nung + Bau­ma­nage­ment, List Bau Hol­ding, List ECO, Pan­at­toni Ger­many, Phase 5 Inter­na­tio­nal, Rhenus Assets & Ser­vices, WISAG Faci­lity Ser­vice. Mit­or­ga­ni­sa­tor und zustän­dig für Mode­ra­tion und Doku­men­ta­tion war das Markt­for­schungs- und Bera­tungs­in­sti­tut Lünen­donk & Hos­sen­fel­der.

„Wir wol­len einen Kri­te­ri­en­ka­ta­log erstel­len, der nicht wis­sen­schaft­lich her­ge­lei­tet oder theo­re­tisch kon­zi­piert wurde“, ergänzt Dr. Malte Maria Mün­chow, Spre­cher der Initia­tive Logis­tik­im­mo­bi­lien.“ Wir haben viel­mehr aus­schließ­lich Prak­ti­ker zusam­men­ge­ru­fen, die mit ihrem geball­ten Know-How dafür sor­gen, dass wir etwas sehr Pra­xis­na­hes entwickeln.“

Die Publi­ka­tion kann kos­ten­los her­un­ter­ge­la­den wer­den unter www.logix-award.de/forschung.

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